9/29/2014

The Fading

https://www.littlebrown.co.uk/books/detail.page?isbn=9780751548426
Titel: The Fading
Autor: Christopher Ransom
Verlag: Sphere (Little, Brown Book Group)
Format: Taschenbuch
Preis: £7.99 (ich habe es für 3,99€ ergattert)
Seiten: 496
ISBN: 9780751548426
Klappentext: WHAT WOULD YOU DO IF YOU COULD BECOME INVISIBLE? 
A GIFT
Since childhood, Noel Shaker has been able to disappear, without warning or explanation.
A CURSE
But his gift leaves Noel alone and afraid - and the more he tries to control it, the nearer he comes to madness.
A SHOCKING DISCOVERY
When Noel learns that some people can see him - and that his power has unleashed an otherworldly evil - he must descent into darkness and confront a relentless killer to discover the source of his 'fading'.
You are holding in your hands the scariest novel of the year. From the internationally bestselling author of The People Next Door comes a story worthy of Stephen King - a story of terror like you've never seen.
(Little, Brown)

Wer wird bei diesem Klappentext und dem Cover nicht neugierig? Und das für 3,99€??
Meine Erwartungen waren hoch...
Bereits im Bauch seiner Mutter ist Noel für kurze Zeit veschwunden, bzw. unsichtbar geworden. Auch als Baby passiert es. Er verschwindet immer länger, bis er irgendwann für mehrere Stunden für niemanden zu sehen ist, außer für die Toten. Nur seine Mutter weiß etwas davon, sein Vater hält sie für verrückt. Noel muss auch nicht mehr zur Schule, weil er plötzlich verschwinden könnte. Er fängt an zu stehlen, um sich und seine Mutter irgendwie über Wasser zu halten. Sein Vater verlässt die Familie, heiratet wieder. Aus Trotz bricht Noel in das Haus seines Vaters ein, klaut Essen und will es eines Tages einfach nieder brennen. Doch dann trifft er Julie, seine neue Stiefschwester. Sie verlieben sich. Bis Noel vor ihren Augen verschwindet. Dann kommt auch noch ihre Mutter heim. Die Situation eskaliert, Julies Mutter fällt die Treppe runter und kann seit dem nicht mehr laufen.
Seine Mutter wirft ihn raus, nachdem er einen Juwelier ausgeraubt hat, sie selbst wird in eine Anstalt eingeliefert. Die nächsten Jahre verschanzt sich Noel in seiner Wohnung, hat mit niemandem Kontakt, ist alleine mit seinen Problemen und wird zunehmend depressiver. Bis eines Tages sein Vater bei ihm auftaucht und ihn um Hilfe bittet.
Wie geht ein Kind mit so etwas um, besonders wenn man es nicht kontrollieren kann? Kann man es kontrollieren? Ist Noel der einzige? Warum sieht er tote Menschen? Was wollen sie von ihm? Warum hat er diese "Gabe"? Was genau passiert mit ihm, wenn er unsichtbar ist?
Fragen über Fragen aber die Frage, die ich mir am meisten gestellt habe war: Wo bleibt der Horror??
Ich hätte das Buch als Mystery Thriller eingeordnet, der einem zum Nachdenken animiert.
Der Anfang war noch sehr vielversprechend. Der erste Tote, den Noel gesehen hat, war ein Clown. Auch die Beschreibung, was Noel fühlt, ist sehr gut und geht unter die Haut. Doch dann wird die Geschichte langatmiger und geht mehr auf Noels Gefühle und sein Leben ein. Nicht wirklich gruselig.
When Noel learns that some people can see him - and that his power has unleashed an otherworldly evil - he must descent into darkness and confront a relentless killer to discover the source of his 'fading'. Ich dachte, dann kommt ein Dämon, Geist, Wesen... und Noel muss in die Hölle oder zumindest in eine andere Dimension, Schattenreich oder so etwas in der Art. Nöö, auf das "otherworldy evil" warte ich immer noch, der Killer kam dann nach 350 Seiten auch endlich mal, die "source of his 'fading'" kenn ich auch noch nicht. Klappentexte...ich mag sie nicht...
Der Schreibstil von Christopher Ransom gibt einem einen guten Einblick in Noels Gefühlswelt, außer wenn es um Julie geht. Die Beziehung der beiden war nicht ganz logisch. Ich will nicht zu viel verraten aber ihre Entscheidungen hab für mich nicht immer Sinn gemacht, vor allem, weil viel Zeit einfach übersprungen wurde und nur in ein paar Sätzen zusammengefasst wurde.
Bei spannenden Stellen, besonders am Ende, wurde die Erzählungen durch viele Beschreibungen gestört und gebremst. Noel rennt um sein Leben und eine Seite lang wird die Umgebung beschrieben.

Ansonsten hat mir das Buch wirklich gut gefallen, wenn man es nicht in das Horror-Genre einordnet (außer man hat tatsächlich Angst davor unsichtbar zu werden). Ich mochte Noel sehr, man hat richtig mit ihm mitgelitten. Julies Beweggründe konnte ich nicht immer nachvollziehen. Da hätten einige Kapitel aus ihrer Sicht sicherlich geholfen.

Fazit: Ich habe mich dazu entschlossen zwei Bewertungen zu geben, da ich das Buch sehr gut fand aber es keine Horror-Geschichte war, wie auf dem Klappentext versprochen wurde.


 2 Bücher, wenn man es als Horror-Roman liest

4 Bücher, wenn man es als Mystery Thriller liest

PS: 2€ in den Sparstrumpf, viertes Buch für Ach, du dickes Ding!, Nr. 25 für Quer-durchs-Regal.

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