12/07/2014

Die Lehren der Vergangenheit (Band 2)

http://www.blog-und-stift.de/fantasy/die-lehren-der-vergangenheit/
Titel: Die Lehren der Vergangenheit (Unsterblichen-Epos #2)
Rezension zu "Die Tochter der Unsterblichen" (Unsterblichen-Epos #1)
Autor: Dania Dicken
Verlag: neobooks Self-Publishing
Format: epub
Preis: 3,99€
Seiten: 417
ISBN: ?
Klappentext: Arinaya, Marthian, Lelaina und Kaliron haben in einem kleinen kimoraynischen Dorf ein ruhiges neues Leben begonnen, als Lelaina von seltsamen Alpträumen heimgesucht wird. Das Rätsel klärt sich auf, als plötzlich ihr Onkel Merevas, der Bruder ihres Vaters, vor der Tür steht. Er bangt um ihre Sicherheit, denn sein König jagt Lelaina mit der festen Absicht, sie zu töten. Sie folgt ihm bereitwillig in seine Heimat, weil er sie dort besser schützen kann.
Es dauert jedoch nicht lange, bis die Daheimgebliebenen Arinaya und Marthian Besuch von Kortas bekommen, eines Gesandten eben dieses Königs. Als er herausfindet, daß sie Lelainas Freunde sind, nimmt er sie gefangen und verschleppt sie nach Nalemdor, um Merevas und Lelaina erpressen zu können. Dabei hat er die Rechnung ohne sein eigenes Gewissen und Zartokh, das Oberhaupt der dunklen Magier, gemacht. Ehe Kortas es sich versieht, sind seine Gefangenen verschwunden und schweben endgültig in tödlicher Gefahr.
Als einzige Rettung für Arinaya und Marthian bleibt ein Bündnis zwischen den einstigen Erzfeinden Kortas und Merevas. Während Lelaina vor dem König auf der Flucht ist, muß Marthian für seinen Mut gegenüber den Magiern teuer bezahlen…
(Dania Dicken)

Zwei Jahre sind vergangen, seit dem Ende des letzten Bandes. Arinaya, Marthian, Lelaina, Kaliron und der kleine Timi leben alle unter einem Dach. Arinaya ist immernoch als Heilerin aktiv und bekommt oft Unterstützung von Lelaina. Marthian hat seine Werkstatt nicht weit von ihrem Haus entfernt. Sie sind glücklich und haben ihre Ruhe. Die Bewohner des Dorfes haben sich schon längst an Lelaina gewöhnt.
Der König der Vandhru hat von Lelainas Existens erfahren und will sie nun tot sehen. Er schickt Kortas, einer seiner engsten Vertrauten. Er war es damals, der Lelainas Mutter getötet hat. Menschen sind ihm nicht wichtig.
Lelainas Onkel Merevas kann seine Nichte rechtzeitig retten und nimmt sie und ihre Familie mit um sie zu schützen. Kortas entführt inzwischen Marthian und Arinaya um ein Druckmittel zu haben. Ihn erstaunt es, wie sehr die beiden sich lieben. Er wusste nicht, dass so etwas unter Menschen möglich ist. Als er herausfindet, dass Arinaya schwanger ist, tut er alles um ihnen die Gefangenschaft so gemütlich wie möglich zu machen. Er will die beiden frei lassen, als Zartokh sie entführt um an ihnen Experimente durchzuführen. Der König heißt das gut und Kortas ist auf sich alleine gestellt um die beiden zu retten.

Im Gegensatz zum ersten Band, bin ich ganz gut in die Handlung reingekommen, weil ich die Charaktere bereits kannte. Die kleine Familie hat sich gut eingelebt und alle sind ein bisschen erwachsener geworden. Als Merevas auftaucht, erfährt man auch gleich mehr über die Vandhru und was damals wirklich passiert ist und warum Lelaina gut tausend Jahre nach dem Tod ihrer Eltern geboren wurde. Merevas erklärt, dass dies nur durch dunkle Magie geschehen konnte. Er macht Lelaina auch klar, dass sie dunkle Magie lernen muss um gegen Kortas und den König anzukommen. Als sie sich dazu bereiterklärt, macht er schon fast wieder einen Rückzieher, was ich etwas verwirrend fand.
Merevas sucht den gleichen Magier auf, der es Lelaina ermöglicht hat überhaupt zu leben, um ihr die dunkle Magie beizubringen. Die dunkle Magie, die eigentlich gar nicht dunkel ist, sondern ziemlich hilfreich, scheint Lelaina in ein paar Tagen gemeistert zu haben. Da fragt man sich als Leser, warum nicht mehr die dunkle Magie lernen und vor allem, warum Merevas sie nicht erlernt. Seine Nichte soll sich dadurch schützen und kämpfen aber er nicht? Ein 18-jähriges Mädchen ist so die einzige dunkle Magierien auf der Seite der Guten.

Bei Kortas wird schnell klar, dass er die Seiten wechseln wird und warum. Etwas in seiner Vergangenheit bringt ihn dazu, die schwangere Arinaya zu beschützen. Er entwickelt sich zu einem guten Freund der Menschen und Lelaina vergibt ihm gleich, dass er ihre Mutter getötet hat.

Mit Marthian habe ich mich noch immer nicht so richtig angefreundet. Er ist zu glatt und berechenbar. Es passiert zwar noch etwas mit ihm, womit ich gerechnet habe, aber ich habe nicht das Gefühl, dass es ihn wirklich verändert hat.
Ich fand es ein bisschen schade, dass Kaliron nur eine kleine Nebenrolle hatte. Mich hätte es sehr interessiert, wie er damit umgeht, dass seine Frau ihr anderes Volk kennengelernt hat und sich dort sehr wohl findet. Es wurd zwar immer gesagt, er sei glücklich für sie aber ich hätte mir einen kleinen Konflikt gewünscht, denn keine Beziehung ist perfekt.

Beim ersten Band habe ich bemängelt, dass es keinen Cliffhanger gab, der Endkampf aber dafür sehr gut war. Im zweiten Band gibt es einen Cliffhanger, zumindest einen kleinen, aber der Endkampf war etwas enttäuschend. Er war schon gut 60 Seiten vor Schluss, wodurch sich der Rest ziemlich gezogen hat.

Fazit: Mein Fazit ist ähnlich wie bei Band 1. Manche Dialoge sind zu gewollt und steif aber die Idee der Reihe gefällt mir sehr gut.


PS: Danke an Dania Dicken für das Rezensionsexemplar!
PPS: 2€ in den Sparstrumpf, D für Autoren-ABC, Nr. 10 für Quer-durchs-Regal.

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