12/22/2014

Stadt in Angst

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Titel: Stadt in Angst
Autor: John Matthews
Verlag: Page & Turner (Random House)
Format: Broschiert
Preis: 14,99 €
Seiten: 512
ISBN: 978-3-442-20438-0
Klappentext: New York 1891. Eine Prostituierte wird brutal ermordet. Ihre Leiche weist dieselben Verletzungen auf wie die Opfer einer berüchtigten Mordserie in England. Hat Jack the Ripper den Atlantik überquert, um seine Spur zu verwischen? Oder handelt es sich um einen Nachahmungstäter? In der amerikanischen Metropole, die ohnehin mit Bandenkriminalität, Korruption und Verbrechen zu kämpfen hat, geht die Angst um. Der aristokratische englische Kriminalanalytiker Finley Jameson soll den Fall für Scotland Yard vor Ort aufklären. Und er ist zunächst wenig begeistert, als ihm der toughe New Yorker Cop Joseph Argenti zur Seite gestellt wird. Doch trotz aller Bemühungen des ungleichen Ermittlerduos wütet der Mörder weiter – und treibt zudem ein perverses Spiel mit der Polizei... (Random House)

Nachdem in New York die Leiche einer Prostituierten gefunden wird, ist schnell klar, dass es sich bei dem Mörder höchstwahrscheinlich um Jack the Ripper handelt. Die New Yorker Polizei arbeitet mit dem Scotland Yard zusammen, besser gesagt mit Jameson, einem Kriminalanalytiker, der bereits in England an dem Fall gearbeitet hat und bestens damit vertraut ist. Der Ripper schreibt Briefe, genau wie bei den Morden in London und adressiert sie direkt an Jameson. Er weiß sehr persönliche Dinge und scheint immer in der Nähe zu sein.
Der leitende Ermittler McCluskey wird von dem Fall abgezogen, nachdem er sich über die Inkompetenz des Scotland Yard lustig gemacht hat, selbst bei dem Fall aber nicht weiter kommt. Außerdem ist bekannt, dass ihn der Gangster Boss Tienrey in der Tasche hat. Statt dessen bekommt Joseph Argenti den Fall übertragen, der sich öffentlich gegen Tierney gestellt hat. McCluskey will sich selbstverständlich rächen und schmiedet mit Tierney einen Plan, wie sie die Ermittlungen behindern können.

Jameson und Argenti sind wirklich sehr unterschiedlich. Jameson will seine Probleme und Teile seiner Vergangenheit mit Opium vergessen und ist nicht zu durchschauen. Auch Argenti weiß nicht so recht, was er von seinem neuen Partner halten soll und ist zunächst skeptisch (es ist genau andersherum als im Klappentext geschrieben). Für Außenstehende wirkt Jameson oft arrogant und unhöflich, doch es steckt noch mehr dahinter.
Argenti hatte ich mir wegen "der toughe New Yorker Cop" etwas anders vorgestellt. Ein bisschen wie Dirty Harry oder John McClane. Statt dessen war Argenti eigentlich ziemlich normal. Ich will nicht sagen langweilig, aber irgendwie schon.Vor allem, wenn er das Gegenteil von dem ist, was man sich vorgestellt hat.

Die Morde werden immer aus der Sicht des Mörders erzählt, wobei man bis zum Schluss nicht weiß, wer es ist. Der Mann ist auf der Suche nach dem perfekten Opfer und ist dabei auf die Farbe Rot fixiert. Er hat immer Angst entdeckt zu werden und bricht sein Vorhaben ab, wenn es zu eng wird.
Den Mörder hatte ich mir auch anders vorgestellt. Wenn ich an Jack the Ripper denke, hab ich immer einen kaltblütigen Psychopathen vor meinen Augen, der seine Spiele mit der Polizei spielt, keine Angst hat und keine Reue spührt. Und nicht einen verängstigten Loser, wenn ich das mal so sagen darf.

Ein Handlungsstrang war ziemlich vorhersehbar, wie ich fand. Ich hab nur darauf gewartet und es kam auch so. Das finde ich immer schade, da so etwas in fast jeder Krimiserie einmal vorkommt.
Ich hätte mir auch mehr Konflikte zwischen Jameson und Argenti gewünscht, da sie aus verschiedenen Welten kommen. Jameson aus der gehobenen englischen Gesellschaft und Argenti aus einer armen italienischen Einwandererfamilie. Ein paar lustige Wortwechsel wären ganz nett gewesen.

Fazit: John Matthews lässt den Leser bis zum Schluss im Dunkeln tappen, man hat keine Chance den Täter zu identifizieren, auch wenn manche Sachen etwas vorhersehbar sind. Dennoch hat es großen Spaß gemacht "Stadt in Angst" zu lesen und ich freue mich schon auf weitere Fälle von Jameson und Argenti.


PS: 2€ in den Sparstrumpf, nächstes Buch für Ach, du dickes Ding und M für Autoren-ABC.

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