1/18/2015

Warum ich keine Angst vor dicken Büchern habe

Immer wieder lese ich in Kommentaren, sei es bei mir oder bei anderen, sowas wie: "Wow, dass du dich an so einen dicken Wälzer ran traust" oder "Du liest so dicke Bücher? Das würd ich mich nie trauen" (keine wörtlichen Zitate).
Ja, ich lese gerne dicke Bücher, sie sind mir sogar lieber, als Bücher mit nur 250-300 Seiten.

 

Und warum lese ich gerne dicke Bücher? Weil man einfach mehr davon hat :D
Viele dicke Bücher sind historische Romane, bei denen man die Charaktere über Jahre, teils Jahrzehnte, begleitet. Wären es dann nur 400 Seiten, würde eindeutig etwas fehlen. 


Meine geliebten Ken Follett Bücher haben zwischen 914 und 1237 Seiten und ich habe jede einzelne gerne gelesen und genossen.


"Das Lächeln der Fortuna" von Rebecca Gablé ist mit 1291 Seiten mein dickstes Buch. Ich glaube, ich habe nur ein paar Tage dafür gebraucht, weil es einfach so spannend war.

Viele sagen immer, dass sie keine dicken Bücher lesen, weil
  • die Bücher zu schwer sind zum halten
  • sie Angst haben, dass sich die Handlung zieht
  • sie keine Lust haben, so lange an einem Buch zu sitzen, weil sie möglichst viele Bücher in einem Monat/Jahr lesen wollen
 
Ich kann dazu nur sagen:
  • man muss nur die richtige Leseposition finden, dann sind die Bücher auch nicht so schwer (z.B. auf den Rücken legen und das Buch auf dem Bauch/Oberkörper abstellen oder Beine anwinkeln und dagegenlehnen), oder man liest eben auf dem E-Reader
  • die Handlung kann sich auch bei dünnen Büchern ziehen und wenn sich die Handlung zieht, dann ist das Buch einfach schlecht oder sagt dem Leser nicht zu. Und wenn man zwei oder drei Bücher einer Reihe hintereinander liest, ist es genauso wie einen Wälzer zu lesen
  • Lesen ist kein Wettbewerb, sollte es zumindest nicht sein. Es soll Spaß machen und man sollte für sich lesen, nicht für andere.

Kurz gesagt: Man braucht keine Angst vor dicken Büchern zu haben, sie beißen nicht. Es macht Spaß sie zu lesen, weil man die Charaktere viel besser kennen lernt und man viel tiefer in die Welt eintauchen kann.
Bei "Harry Potter" hat sich auch keiner beschwert, dass Bände vier und fünf so dick waren. Also immer daran denken, wenn das Buch gut ist, ist die Länge egal. Einfach mal ein dickes Buch schnappen und ohne Vorurteile lesen :)

Was ist mit euch? Seid ihr Fan von dicken Büchern oder lasst ihr lieber die Finger davon?

17 comments:

  1. Huhu :)
    Ich seh das so wie du! :) Ich schrecke eigentlich nicht vor dicken Büchern zurück, Das Lächeln der Fortuna hab ich auch gelesen und hab glaub ungefähr nen Monat dafür gebraucht :D Und ja, ab und an war es etwas schwer und unhandlich, aber bereut hab ich es nicht. Ich les nicht oft dicke Bücher, aber ich muss schon dafür "bereit" sein sozusagen :D Schlimmer find ich eigentlich meist die kleine Schrift, die mich oft dazu zwingt eine Pause zu machen.

    LG

    Tani

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    1. Hey Tani,
      llar, wenn man keine Lust hat, gerade ein dickes Buch zu lesen, dann ist das auch doof. Das ist genau, wie wenn man keine Lust auf ein bestimmtes Genre hat. Wenn's nicht passt, dann passt es nicht :D
      Lh

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    2. Lg sollte das werden :D

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  2. Hallo :)

    Ich schätze dickere Bücher eigentlich auch sehr, ebenfalls aus dem Grund, dass ich die Figuren dadurch sehr lange begleiten kann und sehr viel Platz für den Autor bleibt diese ausreichend zu beschreiben. Dadurch haben sie auch viel besser die Möglichkeit sich glaubhaft zu entwickeln. Aktuell lese ich auch gerade einen Tausendseiter von einer Reihe, die ich sehr liebe :) Da kann ich ebenfalls nur jede Seite genießen.

    Abwechslungshalber sind mir aber auch dünnere Bücher sehr recht, vor allem wenn sie einem wenig Konzentration abverlangen, oder etwas humorvoller geschrieben sind. Sowohl was die Seitenanzahl, als auch das Genre angeht ist mir Abwechslung einfach ganz wichtig.

    Mein dickstes Buch ist übriges Tolstois "Krieg und Frieden", das trotz Bibelseitchen 1500 Seiten aufweist xD An dieses Werk habe ich mich noch nicht gewagt, was jedoch aber vor allem an dem schweren Inhalt liegt. Russische Klassiker lese ich nunmal nicht zum Frühstück :D also bei klassischeren Werken schreckt mich eine hohe Seitenzahl doch etwas ab, da man sich wirklich sehr viel Ruhe und Zeit nehmen sollte, um sie auch verstehen zu können. Buddenbrooks oder Der Mann ohne Eigenschaften stehen daher auch noch unberühr im Regal. Dafür habe ich dieses Monat Die Blechtrommel gelesen, immerhin :)

    Für manche Bücher muss einfach der richtige Zeitpunkt sein :D

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    1. Hey Misty,
      ja, Abwechslung hab ich auch gerne, obwohl ich recht oft Phasen habe, in denen ich viele Bücher von einem Genre lese und auf andere gar keine Lust habe. Mit der dicke hat das eigentlich nichts zu tun. Nur manchmal habe ich Lust ein Buch an einem Tag/Abend zu lesen, das ist dann bei 800 Seiten etwas schwierig :D
      "Krieg und Frieden" hab ich auch noch auf dem SuB. Ich hatte sogar schon mal angefangen. Wenn ich unterwegs war, wollte ich es dann als E-Book weiter lesen. Leider war nicht nur die Übersetzung komplett anders, sondern auch die Kapiteleinteilung. Das hatte ich auch noch nicht. Naja, auf alle Fälle hatte ich aus irgendeinem Grund nicht weiter gelesen, weiß gar nicht mehr warum :D Es war aber gar nicht schlecht. Im Gegensatz zu den Buddenbrooks. Das musste ich in der Schule lesen. Sogar unsere Lehrerin mochte es nicht :D
      Lh

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    2. Also irgendwie treffe ich das "g" heute nicht :D
      Lg

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  3. Also, wenn du dicke Bücher wirklich so lieb hast, dann kann ich dir empfehlen, was von Tad Williams zu lesen. Sind auch dicke Bücher und der beste Grund, warum man dicke Bücher lesen sollte: Man kann sie viiieel besser umarmen ;-)
    Und ich habe größten Respekt vor den Autoren. Ich schreibe selber immer sehr viel und sehr detailliert, weil ich einfach nichts weglassen kann, aber am Ende verzettele ich mich furchtbar... wer so dicke Bücher schreiben kann, hat erst recht Applaus verdient :-)

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    1. Hey,
      von Tad Williams kenne ich bisher nur "Bobby Dollar" und die Bücher sind normal dick aber ich will mir bald mal andere Bücher von ihm zulegen. "Bobby Dollar" finde ich schon unheimlich genial und ich liebe seine Schreibweise einfach :)
      Lg

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    2. Hmm, Bobby Dollar ist jetzt etwas, das ich nicht kenne :P
      Aber ich kenne seine drei großen, epischen Werke, nämlich die Drachenbeinthron-Reihe, Shadowmarch und Otherland. Alles vierbändige Werke, bei denen jeder einzelne Band zwischen siebenhundert und tausend Seiten hat :D also eine richtige Angebeserie ;-)

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  4. Ich kann deinen Oost nur zu 100% unterschreiben!!!
    Liebe Grüße
    Martina...die sich demnächst "Das Licht der Welt" mit 1152 Seiten kaufen wird!!! ;)

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    1. Hallo Martina,
      das sind ordentlich viel Seiten und ich wünsche dir ganz viel Spaß dabei ;D
      Lg

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  5. Ohja, Ken Follett gehört eindeutig in diese Kategorie! Nachdem ich "Die Säulen der Erde" und die Tore der Welt" im Fernsehen gesehen und mich verliebt habe, zogen kurzerhand beide Bücher bei mir daheim ein. Bis heute sind sie ungelesen bzw. nicht beendet. Die kleine Schrift und die große Seitenanzahl schrecken mich irgendwie davor ab, dass der Inhalt total ausführlich und so umfangreich ist, dass ich nach einer Weile einfach nicht mehr mitkomme.
    Das bisher einzig "dicke" Buch mit fast 900 Seiten, durch das ich förmlich geflogen bin, ist "Der Medicus".
    Letztes Jahr habe ich die Highland Saga von Diana Gabaldon angefangen, allerdings auf dem Kindle. Das erste Buch gab es kostenlos - deshalb ;) Es hat zwar auch lange gedauert, aber ich hatte zwischendurch nie das Angst-Gefühl, niemals zum Ende zu kommen. Und ich weiß inzwischen auch voran das liegt: An der offensichtlichen Dicke. Wenn ich das Buch auf dem Kindle lese, sehen die Seiten und der Kindle immer gleich aus. So weiß ich eigentlich nie genau, welch dicker Batzen noch vor mir liegt und so kann ich gemütlich weiterlesen :)

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    1. Hey Dani,
      ich liebe Ken Follett. Seine neue Trilogie hab ich verschlungen, da hatte ich den ersten Band mit gut 900 Seiten sogar in zwei Tagen gelesen. Bei ihm finde ich es immer super, dass man so viel über die Geschichte lernt, weil er wirklich viel nachforscht.
      "Der Medicus" war auch toll und die Bücher von Diana Gabaldon auch. Bald kommt übrigens die Serie "Outlander" :)
      Lustig, das stört mich bei E-Books immer :D Ich find es immer toll, wenn man sieht, wie viel man schon gelesen hat und wie man sich Seite für Seite vorarbeitet :D
      Lg

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  6. Ich schrecke vor dicken Büchern auch nicht zurück! Zwar denke ich mir, wenn ich zwei drei dickere Bücher gelesen habe, so jetzt etwas dünneres, aber es zieht mich automatisch zu dickeren Büchern. Mir ist es im gross und ganzen wirklich egal, wie viel Seiten ein Buch hat - wie du selbst sagst, bei Harry Potter hat es niemanden gestört. Die Bücher habe ich sogar in 2 Tagen durchgelesen und das mit gut 1200 Seiten.
    Lesen soll Spass machen und dabei ist es egal, wie viele Seiten ein Buch hat :)

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    1. Hallo Sabrina,
      dicke Bücher scheinen mich in Buchhandlungen immer magisch anzuziehen und an ganz dünnen Büchern guck ich einfach vorbei :D
      Bis vor Kurzem habe ich mich vor Episoden-Romanen fern gehalten, weil sie mir einfach zu kurz sind. Dann hab ich aber den ersten Teil von "Die Chroniken der Seelenwächter" gelesen, weil, das Cover so toll war. Und das Buch auch, trotz der nur 120 Seiten. Aber in dem Fall ist es ja mehr wie ein dickes Buch, das in mehrere Teile unterteilt wurde :)
      Lg

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  7. Hey,
    ich sehe das ganz genauso wie du! Je dicker, desto besser!! Sonst ist die Geschichte viel zu schnell wieder vorbei. Ich freue mich immer riesig, wenn die Bücher, die mich interessieren viele Seiten haben, weil ich dann weiß, dass ich lange in dieser Welt bleiben darf :)
    Allerliebste Grüße, Ambria <3<3

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    1. Hey Ambria,
      gerade, wenn es ein Einzelband ist, muss es ein bisschen dicker sein. Wenn es eine Reihe ist, dann sind 300-400 Seiten völlig in Ordnung, weil man dann ja auch länger in der Welt ist :)
      Lg

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Ich freue mich über alle Kommentare, also her damit :)