2/18/2015

The Art of Murder

http://www.randomhouse.co.uk/editions/the-art-of-murder/9780099551447
Titel: The Art of Murder
Autor: Michael White
Verlag: Random House UK
Format: Taschenbuch
Preis: £6.99
Seiten: 400
ISBN: 9780099551447 
Klappentext: In all his years on the force, Detective Chief Inspector Pendragon had never seen a corpse like this one. After the initial horror, he recognised the reference to the surrealist painter, Magritte. But that made the crime even more sickening - accomplished, as it had been, with a sickening ferocity which placed it in another league from common or garden homicide.
In the Whitechapel area of London in the 1880s, a person, who remains unidentified to this day, committed a series of sadistic murders of local prostitutes, which involved elaborate mutilation of the victims' bodies.
Although the contemporary crimes are not directed exclusively at female targets, there is grotesque similarity in the mindset of the two perpetrators - divided, as they are, by more than a century. But Pendragon is determined that his pathologically brilliant killer will not escape detection.
(Random House)


DCI Pendragon wird zu einem Tatort gerufen, bei dem ein Galeriebesitzer brutal ermordet wurde. Seine Leiche wurde so positioniert wie "Der Sohn des Mannes" von René Magritte. Die Leiche eines weiteren Mannes wird gefunden und erinnert an Salvador Dalís "Die Beständigkeit der Erinnerung" und eine dritte Leiche sieht aus wie "Study after Valézquez's Portrait of Pope Innocent X" von Francis Bacon. Der Mörder stellt seine Opfer offensichtlich zur Schau und die Morde sind lange geplant.
Zwischendurch sind immer wieder Briefe abgedruckt. Geschrieben wurden sie im Oktober 1888 von einem William Sandler an Mrs Sonia Thomson. Schnell wird klar, dass die Brife von Jack the Ripper stammen und seinen Werdegang beschreiben. Warum er die Briefe schreibt und was sie mit den Kunstmorden zu tun haben, wird es später klar.

Ich fange mal mit dem postivien an. Es wird kurz.
Am Anfang der Kapitel gibt es immer eine Datumsangabe und Uhrzeit, was ich sehr nützlich fand, da ich es oft verwirrend finde, wenn man nicht genau weiß, wie viel Zeit verstrichen ist. Manchmal kommt es einem so vor, als wären es nur ein paar Tage, aber in Wirklichkeit waren es Wochen. 
Der Grund, mir das Buch zu kaufen, war erstmal das Cover. Ich finde es immer noch sehr gut gemacht und es passt auch zum Inhalt. Oben its im Hintergrund die Skyline vom modernen London zu sehen und unten könnte Jack the Ripper zu sehen sein, wie er flüchtet. Und der rote Klecks könnte sowohl Tinte als auch Blut sein. Auch die Schrift ist passend gewählt. The Art of sieht aus, wie mit einer Feder geschrieben und MURDER ist eine "normale" Computerschrift. Der Bezug zwischen 1888 und heute ist also eindeutig zu erkennen.
Der nächste Grund, mir das Buch zu kaufen war Jack the Ripper. Das Thema finde ich unheimlich interessant und spannend. Und der dritte Grund, war der Aspekt der Kunst. Ich bin zwar selbst nicht wirklich künstlerisch begabt, aber Kunsgeschichte finde ich trotzdem toll.
Drei gute Gründe, wie ich finde.

Wenn jemand ein Buch schreibt, in dem es um Jack the Ripper geht, sollte sich dieser jemand vielleicht auch ein bisschen mit dem Thema beschäftigen, damit keine bösen Fehler auftreten. Wie zum Beispiel die Namen der Opfer zu vertauschen. Oder ein total falsches Profil von ihm zu erstellen.
Dear Mr White, do your research!

DCI Jack Pendragon. Ich weiß nicht, was ich zu ihm sagen soll. Er war nicht unsympatisch aber auch nicht besonders spannend geschrieben. Ich könnte keinen besonderen Charakterzug nennen. Seine Vorgesetzte dagegen kann ich eindeutig als dumm bezeichnen. Ich frage mich, wie sie auf den Posten gekommen ist, wenn sie nicht mal ein crime of passion von einer offensichtlich langen geplanten Mordserie unterscheiden kann.

Spoiler:
Wenn eine junge Frau sich umbringt, indem sie in den Fluss springt, zwei Tage später gefunden wird, aber schon nicht mehr zu erkennen ist, es aber keine DNA-Analyse gemacht wird und dann 15 Jahre später ihre Haare am Tatort gefunden wird, was sagt uns das??
Spoiler Ende.

Die Verbindung zwischen Jack the Ripper und den heutigen Morden wird auch recht schnell klar, was nicht bedeutet, dass sie viel Sinn macht. Auch die Darstellung Jack the Rippers in den Briefen lässt an Logik wünschen. Ich hatte das Gefühl, Jack the Ripper wird nur in die Geschichte eingebaut, um Leute wie mich zum Kauf des Buches zu bringen. 

Fazit: Ich weiß, dass ich kritisch bin, was die Richtigkeit von historischen Fakten angeht. Aber: An historischen Fakten kann man eben nicht rütteln und in der heutigen Zeit des Internets, hat man sowas in zwei Minuten gefunden. Wenn zu den Ungenauigkeiten dann noch eine unnötige Verbindung zur Vergangenheit gebaut wird und der Killer schnell gefunden ist, ärgert man sich noch mehr, das Buch gekauft zu haben.

PS: 2€ in den Sparstrumpf, Einmal durchs Regal, Nr. 5 für Daggis Buch-Challenge, Ran an den SuB, W für Autoren-ABC.

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