3/28/2015

"Xenocide" von Orson Scott Card (Band 3)

http://us.macmillan.com/books/9780812509250
Titel: Xenocide (Ender Series #3)
Autor: Orson Scott Card
Verlag: Macmillan Publishers
Format: Taschenbuch
Seiten: 608
Preis: $ 8.99
ISBN: 9780812509250
Klappentext: The war for survival of the planet Lusitania will be fought in the heart of a child named Gloriously Bright.
On Lusitania, Ender found a world where humans and pequininos and the Hive Queen could all live together; where three very different intelligent species could find common ground at last. Or so he thought.
Lusitania also harbors the descolada, a virus that kills all humans it infects, but which the pequininos require in order to become adults. The Starways Congress so fears the effects of the descolada, should it escape from Lusitania, that they have ordered the destruction of the entire planet, and all who live there. The Fleet is on its way, a second xenocide seems inevitable.
(Macmillan Publishers)

Ender Wiggin und seine Familie kämpfen ums Überleben, nicht nur für die Menschen auf Lusitania, sondern auch für die Piggies. Der Descolada Virus kann nicht mehr lange in Schach gehalten werden. Irgendwann ist er so intelligent, dass jedes Gegenmittel zwecklos ist. Doch, wenn sie den Virus ausrotten, sterben auch die Piggies, denn ohne den Virus können sie nicht ins dritte Leben übergehen. Auch können die Menschen nicht einfach den Planeten verlassen, da sie den Virus bereits in sich tragen und ihn so auf andere Welten übertragen würden. Der Starways Congress will dies verhindern und schickt deshalb eine Flotte um den ganzen Planeten zu vernichten. Doch die Flotte verschwindet plötzlich. Quing-jao, Gloriously Bright, ein junges Mädchen, zu dem die Götter sprechen, soll nun herausfinden, was passiert ist.

Durch das ganze Buch zieht sich die Frage: Wir oder sie? Ein paar Tausend Menschen oder eine ganze Spezies?
Das kann manchmal etwas philosophisch sein, ist aber höchst interessant. Was stört, sind die religiösen Aspekte. Wir befinden uns 4000-5000 Jahre in der Zukunft. Lusitania ist eine portugiesische Kolonie und streng katholisch. Von mir aus. Wer weiß, wie sich Religion in der Zukunft verändert, ob sie bleibt oder nicht. Aber, wenn man eine Alienspezies entdeckt, muss man sie dann wirklich zum Christentum bekehren??? Seriously?? Das hat mich doch sehr stark an die Vergangenheit erinnert. Ich meine, was zum Teufel?? Die armen Ungläubigen kommen sonst in die Hölle?? Das war schon echt extrem altmodisch und, naja, ihr wisst schon.
Die Thematik kam auch schon im letzten Band, aber da hatte es mich irgendwie nicht so gestört, im ersten Band kam es, glaube ich, gar nicht. Deshalb fand ich es auch nicht ganz so schlimm, dass Orson Scott Card einfach komplett andere Ansichten hat, als ich. Aber gut.

Wenn man das religiöse Gehabe weglässt, ist das Buch echt gut. Wie gesagt, die philosophischen Fragen sind wirklich interessant, auch, wenn ich kein Freund der Philosophie bin.
Ender, Miro und Jane versuchen noch herauszufinden, wo Jane überhaupt herkommt und ob sie ein Lebewesen ist. Andere beschäftigen sich mit der Frage, ob der Virus nicht auch lebendig ist und wenn ja, ob er ramen oder varelse, ist.

Fazit: "Xenocide" ist ein interessantes Buch, mit einer, leider, zu kolonialistischen Ideologie. Ohne die religiöse Bekehrung von Aliens, hätte es die volle Punktzahl gegeben. Dieser Aspekt stand auch leider zu sehr im Vordergrund, sonst hätte es mich gar nicht so gestört.


PS: 2€ in den Sparstrumpf, Ach, du dickes Ding!, Serien Killer Challenge, Nr. 10 für Daggis Buch-Challenge.

3 comments:

  1. Aliens zum Christentum bekehren? Das muss ich auch mal lesen. Hört sich eigentlich witzig an, ich hab schon Tränen in den Augen :D

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    1. Lustig war es leider nicht. Das war alles vollkommen ernst gemeint. Lachen konnte ich da nicht, das war schon einfach zu übertrieben

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    2. Trotzdem klingt es irgendiwe unfreiwillig komisch...

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Ich freue mich über alle Kommentare, also her damit :)