7/30/2015

"The Master Mind of Mars" von Edgar Rice Burroughs (Band #6)

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Titel: The Master Mind of Mars. In: The Collective John Carter, Vol. II (Barsoom #6)
Autor: Edgar Rice Burroughs
Verlag: Disney Books
Format: Taschenbuch
Preis: 16,99 $ (nur noch gebraucht erhältlich)
Seiten: 487 - 673
ISBN: 9781423163831
Klappentext: Former Earthman Ulysses Paxton served Barsoom's greatest scientist, until his master's ghoulish trade in living bodies drove him to rebellion. Then, to save the body of the woman he loved, he had to attack mighty Phundahl, and its evil, beautiful ruler. (Goodreads)


Was ich erwartet habe

Den Klappentext habe ich von einer anderen Ausgabe genommen, da ich nur eine Gesamtausgabe in drei Teilen habe und die Klappentexte für eine Einzelrezension nicht wirklich etwas taugen.
Wie bei den vorherigen Teilen auch, bin ich ohne besondere Erwartungen rangegangen. Ich wusste nicht, was mich erwarten wird, was die Spannung ja eigentlich noch erhöht.


Inhalt

Ulysses Paxton, ein Soldat aus dem Ersten Weltkrieg schreibt einen Brief an Edgar Rice Burroughs und erzählt ihm, wie er von John Carter erfahren hat und wie er sich immer vorgestellt hat auf Barsoom zu sein, statt mitten im Krieg. Und dann passiert das Unglaubliche: Er landet tatsächlich auf einmal auf Barsoom. Und sofort wird er von einem alten Marsianer angegriffen, der wiederum von einem anderen angegriffen wird. Ulysses entschließt sich dazu, den jüngeren zu töten und der alte ist ihm natürlich sehr dankbar und nimmt ihn auf. Schnell lernt Ulysses die Sprache und hilft dem Alten bei der Arbeit. Er kann die Gehirne in andere Körper pflanzen, Körper für mehrere Jahrzehnte tot im Regal liegen haben, um sie dann wieder aufzuwecken. Organtransplantation ist da nur der Anfang. Ulysses ist davon zunächst sehr erschreckt, besonders, als der Alte das Hirn einer alten und hässlichen Jeddara in den Körper einer jungen schönen Sklavin pflanzt.
Natürlich hat sich Ulysses in die Sklavin verliebt und macht es sich zur Aufgabe ihren Körper wiederzubeschaffen und bekommt Hilfe von einem Adeligen, einem Assassinen und einem Affen, dessen halbes Gehirn das eines Menschen ist.


Positiv

Frankenstein meets Barsoom. Fand ich schon mal ziemlich cool. Es ist auch wieder erstaunlich, wie fortschrittlich Edgar Rice Burroughs gedacht hat. Geschrieben wurde das Buch in 1928 und hier wird schon von Organtransplantation gesprochen. Die erste erfolgreiche Transplantation gab es 1933. Bereits in den ersten Büchern hat Burroughs sein Talent für Zukunftsvisionen gezeigt (GPS).
Es macht immer wieder Spaß neue Orte, Völker und Religionen von Barsoom zu treffen. Gut, manche sind ein bisschen verrückt und blutrünstig, aber auch das gehört dazu. Die Religion Tur, scheint aus dem Mittelalter zu sein. Die Anhänger glauben, dass Barsoom flach ist, der Gott alles erschaffen hat und, und, und. Wie aus dem Mittelalter eben. Und das, obwohl Barsoom wissenschaftlich bereits viel weiter ist als die Erde.
Auf seinem kleinen Kreuzzug trifft Ulysses viele, die ihm helfen wollen, da so ziemlich alle die Jeddara hassen, was total lustig ist. Und auch Ulysses ist total klasse. Er hat sich angepasst, war nicht so geschockt, weil er bereits von John Carter wusste, und ist nicht blind irgendwo rumgelaufen. Er wusste, dass er erst mehr lernen muss, um seiner Geliebten zu helfen und hat deshalb Dr. Frankenstein von Barsoom nicht getötet.


Negativ

Es war total klar, wie das Buch ausgeht. Das war aber bei den anderen Bänden auch so. Vor 100 Jahren hat man anscheinend noch nichts von Cliffhangern gehört, außer bei Fortsetzungsromanen. Aber gut, das war mir von Anfang an klar und ich hab auch keine mega Überraschung erwartet. Vor allem hat mir John Carter gefehlt. Die einen sagen, es ist die Barsoom-Reihe, andere Sagen, es ist die John Carter-Reihe. Meine Ausgabe heißt ja auch "The Collected John Carter of Mars".


Fazit

Ein John Carter Buch ohne John Carter, dafür aber mit einem andern Erdling, der seine Sache auch ganz gut macht und gegen den marsianischen Frankenstein kämpft. Ich hoffe, die beiden haben im nächsten Band ein gemeinsames Abenteuer, denn ich glaube, das könnte extrem lustig werden :)


2 comments:

  1. Hi!

    Ich bin ja immer wieder begeistert, wenn auch andere Leute so altes „Zeug“ lesen. Wenn ich deinem Blog nicht eh schon folgen würde, würde ich es jetzt tun.

    Burroughs ich allerdings für mich noch eine Lücke, was diese Zeit angeht, aber als nächster Autor dieser Zeit steht erst einmal Algernon Blackwood auf meiner Leseliste.

    LG,
    André
    Bibliothek von Imre

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    Replies
    1. Ich mag total das alte Zeug :D Es gibt nur leider viel zu viele neue Bücher, sodass ich gar nicht sooft dazu komme, wie ich will. Aber ich versuche immer mal wieder ein altes Buch reinzuquetschen :)
      Lg

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Ich freue mich über alle Kommentare, also her damit :)