9/07/2015

"Queen of Clouds" von Susanne Gerdom

http://www.bloomoon-verlag.de/titel-1-1/queen_of_clouds-130207/
Titel: Queen of Clouds - Die Wolkentürme
Autor: Susanne Gerdom
Verlag: Bloomoon
Format: Broschiert
Seiten: 512
Preis: €14,99
ISBN: 978-3-8458-0207-7
Klappentext: Ihr Leben könnte gegensätzlicher nicht sein: Der junge Adelige Valentin wächst im Prunk und im Luxus der Wolkentürme auf, von Kindesbeinen an dazu erzogen, einmal seinen Vater, den mächtigen Panarchen, zu beerben. Elster ist ein Kind der Schluchten – groß geworden in den endlosen Wäldern und seit ihrer Geburt dazu verpflichtet Frondienste zu leisten und den Türmen zu dienen.
Was bewegt Om, das allwissende Prinzip und Oberhaupt der Schluchter, und den Panarchen, den Herrscher der Türme, dazu, ausgerechnet diese beiden gemeinsam auf eine riskante Mission zu schicken?
Zumal das Schicksal ihrer beider Völker vom erfolgreichen Ausgang dieser Aufgabe abhängt …
(Bloomoon)

 
Was ich erwartet habe

Fantasy. Ich habe ein Fantasy-Buch erwartet. Warum? Einmal wegen dem Cover und dann auch wegen dem Klappentext. Om, das allwissende Prinzip und Oberhaupt der Schluchter klingt für mich wie Fantasy. Ich hatte auch erwatet, dass Valentin und Elster recht schnell zusammen auf diese Augabe geschickt werden. Ich hatte ebenso erwartet, dass Valentin ein ganz netter Kerl ist, der die Schluchter nicht mit Verachtung betrachtet.


Inhalt

Elster klettert eine Wand hoch, als es anfängt zu stürmen. Nur ihr bester Freund Indigo kann sie noch retten, sonst wäre sie sehr, sehr tief gefallen. In ihrem Dorf sind zwei Türmer, die eine junge Frau verschleppen wollen und Elster lässt es nicht zu. Doch damit hat sie ihr ganzes Dorf in Gefahr gebracht, da es nicht nur irgendwelche Türmer waren, sondern sie gehören zum Turm des Panarchen. Und das bedeutet den sicheren Tod für Ester, wäre da nicht ihre Zwillingsschwester Winter, die zur Schamanin ausgebildet wird, die Ester und Indigo zu Om bringt. Om ist eine alte Frau, die scheinbar blind ist, aber mehr sieht, als man denkt. Sie glaubt, dass Elster ein Teil einer Prophezeiung ist.
Valentin, einer der Söhne des Panarchen, wurde zum Nachfolger seines Vaters ernannt, sehr zum Unmut seiner Halbbrüder. Die wollen ihn immer wieder verprügeln und ihn in ein schlechtes Licht stellen. Als mal wieder ein Wettkampf ansteht, entdeckt Valentin ein hübsches blondes Mädchen, in das er sich direkt verliebt. Er verbingt Zeit mit ihr, obwohl er seit kurzem mit seiner Cousine verlobt ist. Diese warnt ihn vor dem Mädchen, da sie glaubt, es wäre die Mätresse einer seiner Brüder. Valentin glaubt ihr natürlich nicht, wird aber zumindest misstrauisch.
Sein Vater entscheidet, dass er zusammen mit den Schluchtern auf die geheime Mission geschickt wird. Er nimmt seine Cousine, seinen besten Freund und seinen Lehrer mit.
Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil ich das Buch abgebrochen habe.


Meine Meinung

Dass ich das Buch nach der Hälfte abgebrochen habe, sagt ja schon einiges. Die Handlung, die ich zusammengefasst habe, zieht sich über ganze 250 Seiten und dann fängt es eigentlich erst an. Bis dahin hatte ich aber bereits die Lust verloren.
Ich fange mal mit Elster an. Sie und ihre Zwillingsschwester hatten mal eine super enge Beziehung und dann auf einmal nicht mehr, nur weil Winter Schamanin werden sollte. Elster hat anscheinend nicht viel Magie (Trikker??), und nur eine weiße Strähne im Haar. Weiße oder hellblonde Haare stehen anscheinend für Magie. Viel kann ich über Elster eigentlich gar nicht sagen, weil ich nichts über sie weiß, obwohl sie eine der Protagonisten ist.
Ich versuche es mit Valentin, da gibt es nämlich schon mehr zu erzählen. Zum einen, mag ich ihn nicht. Überhaupt nicht. Er ist ein verzogenes kleines Görr. Selbst seinen Freunden gegenüber ist er herrisch, nur bei seinem Vater hält er die Klappe. Sein Lehrer ist Alkoholiker, das merkt man nach zwei Sätzen, und doch überrascht es Valentin immer wieder, dass sein Lehrer betrunken ist oder einen Kater hat. Dann verknallt er sich, wie ein kleiner Junge und fängt doch tatsächlich an zu heulen, als er merkt, dass sie ihn belogen hat. Er ist wirklich sehr theatralisch. Große Klappe und nix dahinter. Ich habe auch nicht verstanden, warum er der Nachfolger wird. Erstens: Er ist ein Bastard, so wie alle seine Brüder anscheinend. Zweitens: Er ist der jüngste. Drittens: Ganz nebenbei wird mal angemerkt, dass er einen blonden Haaransatz hat. Und Blondienen sind in den Türmen nun wirklich nicht willkommen. Dazu kommt noch, dass er die Schluchter nicht wirklich als Menschen ansieht. Wenn die Schluchter ihren Zehnt nicht mit Getreide und Co. bezahlen können, müssen eben die Kinder her. Und die sind eh schon selten, auch bei den Türmern. Und vor allem bei den Arbeitern. Wer soll denn dann kochen? Saubermachen? Die reichen Herren ankleiden? Hm...nehmen wir den Schluchtern doch einfach alle(!) Kinder ab. Voll die gute Idee, oder? Ihr merkt, Valentin hätte von mir aus vom Turm fallen können.
Es gibt aber noch andere Dinge, die mich gestört haben.
Speek, anscheinend eine super mega geheime Sprache, die anscheinend (aber nicht wirklich) nur Elster und Indigo sprechen können. Keine Ahnung, warum sie dann $° ģēŕēđēt Hãbēñ. Sehr verwirrend und nicht erklärt.
Dann gibt es zeitliche Fehler bei den Kapiteln. Wärend bei dem einen zwei Tage oder so vergehen, ist es in einem anderen, das eigentlich parallel sein sollte, bloß eine Nacht. Da musste ich schon mal hin und her blättern, weil ich etwas verwirrt war.
Das einzige, was ich gut fand, waren die Sätze, die über den Kapiteln standen. Es steht geschrieben: Diese Seite nach oben. Lustige kleine Sätze, die wir aus dem Alltag kennen. Zwar hab ich den Sinn nicht verstanden, aber es war ganz lustig. Wahrscheinlich wird es im Laufe der zweiten Hälfte erklärt, aber, wie gesagt: Ich hatte keine Lust mehr.
Wenn ein Buch 250 Seiten braucht, bis es mal los geht, dann kann die zweite Hälfte noch so gut sein. Meine Motivation hat sich bis dahin verabschiedet. Die größten Überraschungen könnten mir die Zeit nicht wieder geben, die ich mit der Qäulerei verbracht habe. Ich finde es auch wirklich schade, dass mir das Buch absolut nicht gefallen hat, denn ich hatte mich total drauf gefreut. Hatte ich erwähnt, dass es eine Dystopie ist? Es ist eine Dystopie mit Fantasy-Elementen. Oder so. Wird bestimmt auch noch erklärt...


Fazit

"Queen of Clouds" braucht alleine die Hälfte des Buches, bis es mal langsam losgeht. Zeitliche Fehler, Charaktere, die einfach nur schlecht geschrieben sind, und wenige bis gar keine Erklärungen, machen das Disaster perfekt.  


 

4 comments:

  1. Ohje ohje, das klingt ja gar nicht gut! Dabei hatte ich mich hier auf ein neues Fantasieabenteuer gefreut, was ich mal lesen wollte :(

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    1. Dann lies dir lieber nochmal positive Rezensionen durch. Es gab ja genug Leute, denen das Buch gefallen hat :)

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  2. Oh! Ich hatte das Buch am Wochenende gerade beim öffentlichen Bücherschrank von "StadtLesen" in der Hand ... Und dachte mir noch, das musst du im Augen behalten und mal schauen, was andere so dazusagen, weil der Klappentext so nichtssagend war.

    Dass du dich aber 250 Seiten durchgekämpft hast, ist tapfer. Wenn mich ein Buch nicht nach 50, spätestens 100 Seiten abgeholt hat, breche ich normalerweise ab, weil es sonst wirklich in Quälerei ausartet ...

    Liebe Grüße
    Ascari vom Leseratz Blog

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    1. Hey,
      ich hatte gehofft, dass es noch besser wird. Mir wurde zumindest gesagt, dass der Anfang etwas langatmig ist. Aber dann habe ich doch die Hoffnung aufgegegeben, auch wenn es tatsächlich etwas besser wurde :)
      lg

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Ich freue mich über alle Kommentare, also her damit :)