9/24/2015

"The Name of the Wind" von Patrick Rothfuss (Band #1)

The Name of the WindTitel: The Name of the Wind (The Kingkiller Chronicle: Day One)
Autor: Patrick Rothfuss
Verlag: Daw Books (Penguin Books)
Format: Taschenbuch
Seiten: 736
Preis: $8,99
ISBN: 9780756404741
Klappentext: The riveting first-person narrative of a young man who grows to be the most notorious magician his world has ever seen. From his childhood in a troupe of traveling players, to years spent as a near-feral orphan in a crime- ridden city, to his daringly brazen yet successful bid to enter a legendary school of magic, The Name of the Wind is a masterpiece that transports readers into the body and mind of a wizard. It is a high-action novel written with a poet’s hand, a powerful coming-of-age story of a magically gifted young man, told through his eyes: to read this book is to be the hero. (Daw Books)


Was ich erwartet habe

"The Name of the Wind" oder "Der Name des Windes" hat mich am Anfang so gar nicht interessiert. Das Cover war zwar ganz ok, aber ich musste beim Titel immer an "Der Name der Rose" denken. Das Buch mag ich total gerne und ohne den Klappentext gelesen zu haben, kam mir "Der Name des Windes" wie ein Abklatsch vor.
Dann habe ich das Buch aber immer wieder auf Blogs gesehen und alle schienen begeistert zu sein. Und irgendwann hab ich dann nachgegeben und es mir gekauft. Dann lag es wieder eine Weile auf dem SuB, weil ich eigentlich doch keine Lust hatte. Und dem SuB Destroyer sei Dank, hab ich es jetzt endlich gelesen. Aber ich war am Anfang immer noch skeptisch und konnte mir nicht wirklich was darunter vorstellen, außer einer fiktiven Biographie.


Inhalt:

Der Inhaber einer Schenke, sein Gehilfe, seine Stammkunden und eine riesen Spinne. So fängt es mehr oder weniger an. Einer der Stammkunden wird von so einem Monster angegriffen und hat nur mit Glück überlebt. Kote, der Inhaber, scheint mehr zu wissen, als die anderen. Er ist insgesamt ziemlich mysteriös. Nachts macht er sich auf die Suche nach den Monstern und rettet dabei dem bekanntesten Chronisten der Welt das Leben. Und dieser weiß auch sofort, dass Kote in Wirklichkeit Kvothe ist, eine Legende. Kvothe gibt sich nach einiger Zeit geschlagen und der Chronist darf seine Geschichte aufschreiben, die wahre Geschichte, nicht die Legenden, die immer fantastischer werden. Die Bedingungen: der Chronist muss alles genau so aufschreiben, wie Kvothe es erzählt es wird genau drei Tage dauern, bis Kvothe zu Ende erzählt hat. Nur Kvothes Gehilfe Bast weiß, wer er wirklich ist und auch er hat Geheimnisse.
Kvothe beginnt am Anfang, als er acht Jahre alt war. Er gehört zu einer Schausteller-Familie und diese nimmt einen Mann auf, der sich mit Magie auskennt. Er lehrt Kvothe sehr viel, denn Kvothe ist begabter und schlauer als im gut tut. Und eines Tages passiert etwas schreckliches, was Kvothes Leben für immer prägen wird.


Meine Meinung:

Wow. Einfach nur wow. Das Buch ist unglaublich gut. Was zu erst wie eine langweilige coming-of-age-meets-Fantasy-Geschichte aussieht, ist so viel mehr. Ja, Kvothe wird älter und erwachsen, aber dahinter steckt eine Menge. Ich versuche es zu ordnen ohne zu viel zu verraten.
Also, erst einmal ist die ganze Erzählweise genial. Es fängt mit dem auktorialen Erzähler an und wechselt dann in die Ich-Perspektive, wenn Kvothe erzählt. Doch zwischendurch gibt es Interludes, Zwischenkapitel, wo es wieder in den auktorialen Erzähler geht. Was passiert in den Zwischenkapiteln? Menschliche Dinge. Man muss schließlich auch mal etwas essen oder trinken. Oder die Toilette aufsuchen. Ist das nicht schön? Mal zur Abwechslung was Realistisches, und das in einem Fantasy Roman. Aber mal im Ernst, es ist wirklich so wunderbar "normal". Sowas wird ziemlich oft vernachlässigt und es gibt der Geschichte, in diesem Fall, viel mehr Tiefe. Gepaart mit der wunderbaren Erzählweise, lässt einen die Wirklichkeit komplett vergessen. Schon nach gerade mal zehn Seiten war ich dem Buch verfallen und ich wusste, dass es episch wird. Und wie episch es wurde...
Kvothe ist ein toller Erzähler, aber als Schausteller erwartet man auch nichts anderes von ihm. Er kann singen, Instrumente spielen, schauspielern. Und er lernt schon früh die Magie kennen. Vielleicht zu früh, aber er ist wissbegierig und gibt nicht auf, bis er das weiß, was er wissen will. Und das bringt ihn immer wieder in Schwierigkeiten. Besonders als er sehr jung zur Universität zugelassen wird. Schon am ersten Tag macht er sich einen mächtigen Feind. Hier beginnen auch die ersten Gerüchte und Legenden, die über den rothaarigen Jüngling erzählt werden. Einige sind wahr, andere nicht. Er lernt, liebt, spielt und kämpft. Wenn er nicht so dickköpfig und stur wäre, dann hätte er sicher nicht so lange überlebt. Aber genau das ist es, was ihn immer wieder so in Schwierigkeiten bringt.
Hm, was soll ich noch sagen? Es ist einfach nur toll gewesen, dieses Buch zu lesen. Ich bin sicher, dass der zweite Teil genauso gut wird und man noch mehr über die Welt erfährt und wie Kvothe sich weiterentwickelt hat. Lange wird es sicher nicht dauern, bis ich mir den zweiten Teil besorge.


Fazit:

Wer gerne Fantasy liest, der kommt um dieses Buch nicht herum. Es ist praktisch ein Muss. Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie toll ich das Buch fand und wie großartig Patrick Rothfuss schreibt. Also lest es!! Das ist mein Ernst, ihr werdet es nicht bereuen.

10 comments:

  1. Hey,
    ich fand es im gegensatz zu vielen anderen nur okay. Aber schön, dass es dir so gut gefallen hat :)
    Den Punkt mit "Was ich erwartet habe" finde ich wirklich toll :)
    Liebe Grüße
    Lena

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    1. Hallo Lena,
      okay ist besser als schlecht :D
      Schön, dass dir der Punkt aufgefallen ist. Du bist die erste :D Mir geht es einfach häufig so, dass ich mir was ganz anderes vorstelle oder erwarte. Oft ist der Klappentext Schuld. Da dachte ich mir, dass ich das mal in die Rezi einbringe :)
      Lg

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  2. Hi Kerstin!

    Ich kann mich deinem Fazit nur voll und ganz anschließen.

    LG,
    André

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    1. Hey André,
      war klar, dass du das sagst :D
      Hast du den zweiten Teil schon gelesen?
      Lg

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  3. Wow, danke für den Tipp!
    Bin bei Fantasy auf Englisch noch was tapsig unterwegs (wegen vieler Wörter, die ich meist nicht raffe), aber mit dem Buch machst mir Mut, es weiterhin zu versuchen, wenn der Inhalt so klasse ist :D

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    1. Huhuu,
      für ein Fantasy Buch ist es wirklich gut zu verstehen. Aber ich würde dir raten mit einem "normalen" Buch anzufangen, bei dem es keine erfundenen Begriffe gibt :) Oder mit einem Buch, das du bereits kennst :D
      Lg

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    2. Keine Sorge, ich lese Thriller/Krimi auf englisch, da kenn ich viele der Bezeichnungen, nur in Sachen Fantasy brauch ich immer was länger bei den Geschichten :P

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    3. Ok, gut :D
      Irgendwann gewöhnt man sich dran und dann ist es ganz einfach :D Finde ich zumindest :)

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    4. Darauf hoffe ich!
      Immerhin wartet GoT hier noch auf mich in englisch XD

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    5. Oh, das ist toll :D
      Die Bücher fand ich auch nicht so mega schwierig. Und sie sind einfach nur toll :D Ich wünsche dir ganz viel Spaß dabei :)

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Ich freue mich über alle Kommentare, also her damit :)