5/21/2016

"Bartimäus - Das Amulett von Samarkant" von Jonathan Stroud

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Bartimaeus/Jonathan-Stroud/Blanvalet-Taschenbuch/e221373.rhd
Titel: Bartimäus - Das Amulett von Samarkant (#1)
Autor: Jonathan Stroud
Verlag: blanvalet
Format: Taschenbuch
Seiten: 455
Preis: € 8,95
ISBN: 978-3-442-36762-7
Klappentext: Der Dschinn Bartimäus bekommt eines Tages in London den Auftrag, dem hochnäsigen Zauberschüler Nathanael zur Seite zu stehen: ein Auftrag, der Bartimäus zunächst alles andere als glücklich macht. Doch schon bald stecken die beiden in einem Abenteuer, das sie wie Pech und Schwefel zusammenschweißt. Nathanael versucht sich am mächtigen Zauberer Simon Lovelace zu rächen und ihm das berühmte Amulett von Samarkand zu stehlen und mit Bartimäus’ Hilfe könnte ihm das auch gelingen... (blanvalet)


Was ich erwartet habe

Von Jonathan Stroud habe ich bereits den ersten Band von "Lockwood & Co." gelesen und hat mir gut gefallen. "Bartimäus" sollte noch besser sein, witzig, spannend, und die Fußnoten seien zum Schießen. Wieder einmal waren meine Erwartungen sehr hoch (was ich mir wirklich abgewöhnen sollte). Durch den letzten Satz des Klappentextes, dachte ich, dass es hauptsächlich darum ginge, das Amulett zu stehlen...


Inhalt

Nathanael, zwölf Jahre alt, wissbegierig und schlauer, als es gut wäre, wird von Simon Lovelace, einem großen Zauberer, beleidigt. Und das im Beisein anderer. Nathanael schwört nun Rache. Heimlich, still und leise, beschwört er den Dschinn Bartimäus, der ihm bei der Rache helfen soll. Solch eine Beschwörung ist eigentlich viel zu kompliziert für Lehrlinge seines Alters. Doch er liest jedes Buch, das er in die Hände bekommt. Und zwar heimlich. Sein Meister hält ihn für dumm, was Nathanael ausnutzt.
Bartimäus ist alles andere als begeistert, von einem kleinen Jungen beschworen zu werden, der bestimmt im Auftrag seines Meisters handelt. Nachdem er das Amulett gestohlen hat, dachte er, dass er entlassen wäre. Doch der Schlamassel fängt damit erst so richtig an.


Meine Meinung

Hm, ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll.
Mir hat es gut gefallen, dass sich Bartimäus direkt an die Leser wendet, vor allem mit den Fußnoten, in denen er immer einiges erklärt, die ich auch ganz amüsant fand. Zumindest am Anfang noch. Bei Nathanael wechselt die Perspektive vom Ich-Erzähler zum Personalerzähler, was ich nie ganz verstehe. Entweder so oder so, aber das Vermischungen der Perspektiven kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Nathanael war mir von der ersten Seite an unsympathisch und das hat sich auch leider nicht geändert. Sein kindlicher Stolz ist verletzt und er will Rache. Und zwar nicht nur einen kleinen Streich, sondern richtige Rache, als hätte man seine ganze Familie umgebracht, sein Dorf zerstört und die ganze Welt wäre in Gefahr. Er ist arrogant, besserwisserisch, viel zu stolz für einen zwölfjährigen, gebieterisch und hat eigentlich keine positiven Eigenschaften in meinen Augen. Er sieht auf die "Gewöhnlichen" (Menschen ohne Magie) herab, tritt sie mit Füßen und benimmt sich wie ein Kaiser, dessen Untertanen froh sein sollten, dass er sie beschützt, obwohl sie im Dreck leben. Er wird von Hass getrieben und ihm sind die Konsequenzen völlig egal. Wodurch er extrem viel Mist baut.
Bartimäus ist eigentlich nicht viel besser. Er will, das Nathanael stirbt, damit er wieder freigelassen wird. Und Nathanael versklavt ihn.

Wie schon erwähnt, fand ich die Fußnoten am Anfang noch ganz ok. Doch irgendwann wurde es einfach zu viel, fast auf jeder Seite eine, mitten im Satz, wodurch der Lesefluss unglaublich gestört wurde. Der Humor von Bartimäus und den Fußnoten war viel zu gewollt. Ich hatte das Gefühl, dass der Autor auf jeder Seite unbedingt einen coolen Spruch haben wollte, egal ob lustig oder nicht.
Zum Schluss musste ich mich richig quälen um das Buch zu beenden, weil mich die Dinge immer mehr gestört haben und die Story an sich irgendwann auch an Spannung verloren hat.


Fazit

"Bartimäus - Das Amulett von Samarkant" war für mich leider ein absoluter Reinfall. Die Charaktere waren mir viel zu unsymphatisch, der Humor zu gewollt und die Handlung war ohne roten Faden. Ich mag es nicht, wenn ich mich zwingen muss, das Buch zu beenden...


2 comments:

  1. Huhn,
    schade, dass die das Buch nicht gefallen hat. Aber nach deiner Rezi kann ich das vollkommen verstehen und ich werde meine Finger von der Reihe lassen 😂.

    Liebe Grüße
    Nona

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    Replies
    1. Hey Nona,
      du kannst dir ja nochmal positive Rezis durchlesen, vielleicht bekommst du ja doch Lust drauf :)

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Ich freue mich über alle Kommentare, also her damit :)