7/27/2016

"Lady Midnight" von Cassandra Clare (Band 1)

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Titel: Lady Midnight - Die dunklen Mächte (#1)
Autor: Cassandra Clare
Verlag: Goldmann
Format: Hardcover
Seiten: 832
Preis: € 19,99
ISBN: 978-3-442-31422-5
Klappentext: Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, die Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden, sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt … (Goldmann)


Was ich erwartet habe

Ich gebe zu, dass meine Erwartungen nicht wirklich super hoch waren. Zur Abwechslung wollte ich nicht zu viel erwarten, da ich so schon oft enttäuscht wurde. Das Buch habe ich mir gekauft, weil mir die Einleitung der Story im letzten Band der "Chroniken der Unterwelt" gut gefallen hatte und ich Emma und Julian direkt ins Herz geschlossen hatte. Da war ich natürlich neugierig, wie es mit Emma und den übrig gebliebenen Blackthorns weitergeht.


Inhalt

Fünf Jahre nach dem dunklen Krieg und der Ermordung von Emmas Eltern hat sich einiges verändert. Die ältesten Blackthorns, Helen und Mark, wurden verbannt. Helen auf eine Insel und Mark wurde von der Wilden Jagt verschleppt. Julian musste deshalb mit zwölf Jahren bereits große Verantwortung übernehmen. Schließlich waren beide seine Eltern tot und er hatte vier jüngere Geschwister zu versorgen. Zwar kam sein Onkel um das Institut zu leiten, aber er war nicht in der Lage, sich um die Kinder zu kümmern. Julian brachte sich das Kochen bei und übernahm die Rolle der Eltern. Seine kleinen Geschwister verließen sich auf ihn. Er war es, der sich um den kleinen Tavvy kümmerte, wenn dieser wieder einen Albtraum hatte und er war es, der Ty Übungen zeigte, um sich zu beruhigen. Ty hat eine Form des Autismus, wofür es in der Schattenwelt jedoch kein Wort gibt und auch keine Therapien. Schattenjäger, die "anders" waren, wurden einfach abgeschoben.
Emma ist immer noch auf der Suche nach den wahren Mördern ihrer Eltern, denn sie glaubt einfach nicht, dass es Sebastian Morgenstern war. Es passt nicht zusammen. Dann erfährt sie, dass in Los Angeles mehrere Leichen gefunden wurden, die Schriftzeichen auf ihren Körpern haben, genau wie ihre Eltern. Klar, dass sie heimlich Nachforschungen anstellt, da der Rat es ihr verboten hat. Besonders, weil Elben involviert sind. Da auch Elben unter den Leichen waren, sind diese ebenfalls interessiert daran, dass die Sache möglichst schnell aufgeklärt wird. Sie bieten Hilfe in ganz besonderer Form an, setzen aber auch eine Deadline, die das Leben von Emma und den Blackthorns für immer verändern könnte...


Meine Meinung

Emma und Julian mochte ich von Anfang an. Und auch die kleinen Blackthorns, wachsen einem schnell ans Herz, da auch sie Emma helfen die Mörder ihrer Eltern zu finden. Besonders Ty muss man einfach lieben. Er und Tavvy sind definitiv meine Lieblings-Blackthorns. Tavvy, weil er einfach der Kleinste ist und Ty, weil er was ganz Besonderes ist. Er versteht vielleicht nicht alle Menschen aber für seine Familie würde er alles tun. 
Julian geht da noch eine Stufe weiter. Er ist nur glücklich, wenn seine Geschwister glücklich sind und tut alles, damit das auch so bleibt. Er hat seine Kindheit aufgegeben, damit seine Geschwister eine haben können. Und auch für Emma würde er alles tun. Sie ist seine beste Freundin und sein Parabatai. Die Liebe zwischen Parabatai ist verboten, doch Julian und Emma haben Gefühle füreinander, die sie nicht ganz erklären und verstehen können. Und damit müssen sie irgendwie umgehen, während sie sich ständig in Gefahr begeben.
Wie ich gehofft hatte, gibt es auch ein Wiedersehen mit Jace, Clary, Alec und Magnus. Simon und Izzy glänzen mit Abwesenheit, haben aber auch einen guten Grund dafür, wie ich finde. Ich hoffe, dass wir sie in den nächsten Bänden auch wiedersehen werden.
Im Institut lebt seit kurzem Cristina, eine junge Mexikanerin, die in Los Angeles ein Auslandsjahr macht. Sie freundet sich direkt mit Emma an, doch hat auch ihre Geheimnisse über die sie nicht sprechen will. Sie macht nicht nur aus Spaß ein Auslandsjahr. sondern sie ist regelrecht aus Mexiko geflohen. Das macht aber gar nichts, da ich sie trotzdem mag. Sie ist Emma eine gute Freundin und fügt sich problemlos in die Familie ein. 
Emma trainiert jeden Tag um schneller, stärker, besser zu werden. Denn irgendwann kommt der Tag, an dem sie dem Mörder ihrer Eltern gegenüber steht und dafür muss sie bereit sein. Sie geht jedem noch so kleinen Hinweis nach, gibt aber nicht auf und bekommt immer Unterstützung von den Blackthorns. Sie sagen ihr nicht, dass sie die Sache endlich ruhen lassen soll, dass es Sebastian war, der ihre Eltern umgebracht hat, dass sie zu besessen von Rache ist. Und ich glaube, dass hat dazu geführt, dass sie tatsächlich nicht bessen davon ist. Natürlich will sie den Mord aufklären aber sie würde nicht über Leichen gehen, auch wenn es im Klappentext vielleicht so klingt.


Fazit

Die Story hat mir gut gefallen, da sie sich im Laufe des Buches entwickelt hat. Es steckt viel mehr dahinter als man ahnt. Etwas nervig fand ich nur die Sache mit der verbotenen Liebe. Schon wieder. Damit kann ich mich irgendwie nicht ganz anfreunden, vor allem, weil ich keine Lösung für das Problem sehe. Noch nicht. Es wurden definitiv viele Fragen beantwortet aber mindestens genauso viele neu sind dazu gekommen.
Alle Charaktere haben zusammen gepasst und es gab keinen, bei dem ich gestutzt habe, wenn ihr wisst, was ich meine.


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